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Ein Besuch in der HafenCity Hamburg

Kürzlich war ich mal wieder für einen beruflichen Termin in Hamburg. Zum Glück konnte ich den Trip mit dem Wochenende verbinden und hatte so etwas Zeit, um durch die Stadt zu bummeln. Dabei wollte ich unbedingt sehen, wie sich die HafenCity weiterentwickelt hat, nachdem ja nun die Elbphilharmonie seit einem Jahr fertiggestellt ist. Immer wieder beeindruckt mich der Gegensatz zwischen Alt und Neu, zwischen den Backsteinbauten in der Speicherstadt und den modernen Gebäuden der HafenCity, die von viel Glas dominiert werden. Heute sind bereits viele Gebiete fertig, die zum Bummeln und Ausspannen einladen. Andere Gebiete - insbesondere im östlichen Bereich - sind wohl noch auf Jahre hinaus eine Großbaustelle.

 

HISTORIE

Jahrzehntelang war des Gebiet abgeschieden - beherrscht von Hafen und Industrie. 1997 wurde das Projekt angekündigt, 2001 gab es den ersten Spatenstich und bereits vier Jahre später zogen die ersten Bewohner ein. Hier entsteht nun an der Elbe ein neuer Stadtteil - das neue Quartier HafenCity Hamburg. Gleich neben der Speicherstadt an der Elbe gelegen, soll das Gebiet bis 2030 Platz für 14.000 Bewohner und 45.000 Arbeitsplätze bieten. Das Projekt gilt als das größte städtebauliche Sanierungsprojekt in Europa. Die Gesamtfläche beträgt etwa 157 Hektar, wovon 127 Hektar Landfläche sind.

 

 

HOCHWASSERSCHUTZ

 

Die intensiven Wechselbe­ziehungen von Land und Wasser machen den Charme der HafenCity aus. Da dieses Gebiet jedoch durch Sturmfluten periodisch überschwemmt wird, war der Einsatz innovativer Hochwasserschutztechnologien ein wichtiger Aspekt. Es ist einzigartig, dass die HafenCity nicht eingedeicht - also vom Wasser abgeschnitten - ist. Durch den Zugang zum Wasser wird das hafentypische Milieu be­wahrt. Zum Hochwasserschutz wird das Gebiet auf ca. 8–9 m ü. NN ange­hoben. Durch diese Warftkonzeption erhält das frühere Hafen­ und Industrieareal eine neue charakteristische Topographie, die und gleichzeitig den Hochwasserschutz gewährleistet.Die Gebäude entlang des Elbefers bleiben auf ihrem ursprünglichen Niveau, müssen jedoch bis zur Höhe der Hochstraße wasserdicht gemacht werden. Darüber hinaus müssen an Land liegende Gebäude über einen Zugang verfügen, der den Zugang zu der 7,6 Meter hohen Straßenebene ermöglicht, so dass sie während der Hochwasserzeiten zugänglich bleiben. Obwohl das Design teuer war, wurde es als eine der innovativsten Hochwasserschutz-Innovationen anerkannt, die heute verwendet werden.

 

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Majestätisch glänzt die Elbphilharmonie in der Sonne am westlichen Ende der HafenCity. Sie ist das wohl bekannteste Bauwerk in der HafenCity. Die Plaza kann man kostenfrei besichtigen. Hierzu bekommt man am Eingang kostenlos Eintrittskarten. Damit wird gewährleistet, dass sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig auf der Plaza aufhalten. Aus 37 Meter Höhe hat man einen tollen Blick über Stadt und Hafen. Weitere Informationen über die „Elphi“ sowie das aktuelle Konzertprogramm findest du auf

https://www.elbphilharmonie.de/ 

 

Internationales Maritimes Museum: Es ist ein Schifffahrtsmuseum von Weltrang und wurde 2008 im aufwändig restaurierten Kaispeicher B eröffnet. Gezeigt wird eine umfangreichen Sammlung von Schiffsmodellen, Schiffsminiaturen, Konstruktionsplänen, Gemälden, Aquarellen, Grafiken, Uniformen und Waffen aus den  Beständen des ehemaligen Instituts für Schifffahrts- und Marinegeschichte von Prof. Peter Tamm. Zusätzlich gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Vorträge. 

http://www.imm-hamburg.de 

 

Das Automuseum Prototyp präsentiert seit 2008 präsentiert auf rund 2.500 m² seltene Sport- und Rennwagen aus 70 Jahren Automobilhistorie. Zu sehen sind in dem denkmalgeschützten und sorgsam modernisierten Fabrikgebäude nicht nur Prototypen. Das Museum versteht sich vielmehr selbst als eine Art „Prototyp“, denn das Konzept der Ausstellung ist erlebnisorientiert, interaktiv und multimedial. Dabei werden die Fahrzeuge ohne trennende Barrieren präsentiert.

http://www.prototyp-hamburg.de 

 

Das waren nur drei Highlights der HafenCity. Besuche das Informationszentrum der HafenCity im Kesselhaus (http://hafencity.com/de/infocenter/das-hafencity-infocenter-im-kesselhaus.html) und lass dich einfach treiben zwischen der Galerie ‚Hafenliebe‘ (www.galerie-hafenliebe.de), den Freiflächen an den Magellan- und den Marco-Polo Terrassen, hinüber zu den Elbarkaden. 

 

GASTRONOMIE

Sehr empfehlen kann ich einen Besuch im Messmer Momentum. Hier findest du ein Tee Museum (Eintritt frei), verbunden mit einem Shop und einer gemütlichen Tee Lounge, die zum Verweilen einlädt.

www.messmer.momentum.de 

Italienisches Flair gibt’s in der Filiale des Andronaco mit Bistro, Pizzeria und Supermercato.

http://www.andronaco.info/standorte/hamburg-hafencity/ 

 

AKTIVITÄTEN

Die HafenCity Hamburg GmbH bietet aktuell sechs verschiedene Führungen und eine Radtour an. Die Teilnahme an allen Touren ist kostenlos. Details und Termine findest du auf http://hafencity.com/de/infocenter/fuehrungen.html

 

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